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Crufts 2011
Es ist immer wieder ein Erlebnis, die Crufts (größte Hundeausstellung der Welt in Birmingham, England - Mutterland unserer Terrier - mit einer Meldezahl von 21.500 Hunden) mit den eigenen Terriern besuchen zu dürfen. Nicht etwa, dass ich an einen großen Erfolg glaube, sondern frei nach dem olympischen Motto „dabei sein ist alles". In diesem Jahr konnte ich zwei Canis-Burger-Terrier auf der Crufts ausstellen. Den Welsh-Terrier-Rüden „El Commander von der Canis-Burg" und die Lakeland-Terrier-Hündin „Honey-Bee von der Canis-Burg". Beide sind 7 Jahre alt und konnten in England bereits in der Veteranen-Klasse ausgestellt werden.
Zunächst stand jedoch lange Vorbereitungen an. Am Donnerstagabend fuhren meine Freundin Jacqueline Burns und ich (Carola Bornhausen) los. Zunächst zur Fähre nach Calais, die um 4.00 morgens fahren sollte. Wir kamen pünktlich in Calais an und konnten schon eine Fähre früher nehmen. Egal ob Check-Inn, Pass- und Hundekontrolle, alle waren sehr nett. Es ist auch für diese Zollbeamten und Mitarbeiter wohl etwas besonderes, wenn man mit Hunden zur Crufts fährt.
Jetzt standen wir in unserer Boarding-Lane, gingen mit den Hunden noch einmal spazieren, stiegen wieder ein und ich wollte meine “Tussi” (Navi) auf unser Hotel in Solihul bei Birmingham einstellen. Jetzt erst merkte ich, dass Herr Waldi mir da etwas besonderes verkauft hatte. Es waren wirklich viele Länder enthalten u.a. Griechenland, Weissrussland usw. aber kein England. Wir waren erst einmal geschockt. Schließlich hatte wir uns natürlich darauf verlassen. Übrigens mein altes Navi war von einem anderen Discounter, hatte aber England selbstverständlich im Programm. Auf der Fähre schrieb ich eine SMS an Karina Grüttner, vielleicht haben sie zweites Navis mit England. Aber leider besaßen sie auch nur eines mit England und benötigten es schließlich selbst. Irgendwie haben wir aber alles hinbekommen, fanden unser Hotel in Solihul, die Crufts und schließlich auch Freunde in Sheffield (Yorkshire), bei denen wir noch eingeladen waren.
   
Die Crufts fand für die Terrier (Meldezahl 2.235 gemeldete Terrier) am Samstag, den 12. März statt. Schon um kurz nach 7.00 Uhr waren wir in unserer Halle. Die Ringe sind riesengroß und mit grünem Teppichboden ausgelegt,. Es gibt hier viel mehr wirklich interessiertes Publikum, das teilweise lange Anfahrten in Kauf nimmt, um “ihre” Rassen zu sehen. Leider sind auch hier nicht alle Richter wirklich gut. So gab es auch diesmal bei einigen Rassen wieder etliche Enttäuschungen. Aber das gibte es überall wo Menschen richten dürfen. Wir hatten wirklich Glück und gute Hunde, die Spaß am ausstellen haben. Mit beiden Hunden konnten wir in der jeweiligen Klasse den 1. Platz gewinnen.
  
Die Zeit verging viel zu schnell und am Montagmorgen mussten wir zurück fahren. In Frankreich wurden wir vom Zoll empfangen und mussten in eine Halle fahren, wo ein Beamter das Auto untersuchte.
Ich musste lachen, da mir sofort eine Geschichte aus alten Zeiten einfiel. 1996 war ich mit Fritz Wilke eine Woche in Österreich, zunächst in Nitra zur Hundeausstellung und danach auf der Weltsiegerausstellung in Wien, zwischendurch machten wir ein paar Tage Urlaub in Österreichs Weinviertel. Dort haben wir vom Feld Knoblauch geerntet usw. hatten nach einer Woche mit den Hunden sehr viel Chaos im Auto, selbst die Hundenäpfe rappelten im Auto umher. Ich sagte noch zu Fritz, hoffentlich halten sie uns nicht an der Grenze an, aber das passierte natürlich doch. Ich musste so lachen und mich dabei an einem Geländer festhalten musste, dabei wurde Fritz dann erst richtig sauer auf mich, aber es war einfach zu lustig, was haben die Beamten wohl von uns gedacht?. Im Grunde haben sie wohl nur prüfen wollen, ob wir Hunde aus dem Osten schmuggeln wollten, da unsere Pässe einen Stempel aus Slowenien hatten. Eigentlich eine ganz vernünftige Sache, die jetzt leider nicht mehr durchgeführt wird. Wodurch sehr viel Hundeelend gefördert wird.
Auch diesmal ging es wohl darum, zu sehen, ob wir die zwei Hunde wieder im Auto hatten, der Beamte war sehr nett und fragte noch nach „Guns“, ich antwortete nein, wir haben nur Terrier. Das Auto war allerdings nicht weniger durcheinander und voll gepackt, als damals. Schließlich haben wir halb Tesco und die Sportgeschäfte in England leergekauft. Da meine Freundin drei Jungs hat, kommt immer viel zusammen und das Einkaufen in England lohnt sich noch.
   
Taffi (El Commander) lernte neue Freunde in Yorkshire kennen, außerdem hatten wir alle vier viel Spaß.
Die Zeit von Donnerstag bis Montagabend kam uns eigentlich länger vor, aber wir haben in dieser Zeit auch reichlich viel erlebt den harten Kern unserer Terrieraussteller getroffen und viel Spaß gehabt. Auch unsere Erfolge konnten sich sehen lassen. Mit beiden Terriern gewannen wir jeweils die Veteranen-Klasse, da ist man dann schon stolz auf unsere Schätze.
In Calais angekommen, viel mir das Fahren auf der anderen Seite fast schwerer als das linksfahren in England, man kann sich daran gewöhnen. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, einen meiner nächsten Urlaube in Großbritanien zu verbringen. Es gibt dort viel zu sehen und viele Hundefreunde. Auf dem Rückweg, legten wir noch einen kleinen Strandspaziergang in Belgien ein und waren um 23.00 Uhr glücklich wieder in Iserlohn, wo meine Schwester Eshra von der Canis-Burg uns bereits sehnsüchtig empfing. Sie freut sich immer, wenn ihr Bruder wieder nach hause kommt.
Carola Bornhausen
März 2011
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